Kontextsensitivität und Vererbung

Kontextsensitivität hat eine klare erbliche Komponente. Forschungen zeigen, dass Unterschiede in der Informationsverarbeitung und sozialen Kognition teilweise genetisch bestimmt sind.

Komplexe Vererbung

Vererbung ist keine einfache 1-zu-1-Übertragung.

Anziehung

Niedrig-kontextuelle Menschen ziehen oft andere niedrig-kontextuelle Menschen an.

Fallbeispiel

Eine Mutter mit Borderline-Zügen und ein Vater mit narzisstischen Zügen haben ein Kind, das sich zurückzieht und eine soziale Phobie entwickelt. Der erste Reflex des Betreuers ist, dies als Ergebnis eines Kindheitstraumas zu sehen. Es lässt sich jedoch auch durch einen erblichen niedrig-kontextuellen Stil des Kindes selbst erklären.

Bedeutung für die Therapie

Für die Begleitung ist es entscheidend, diese Unterscheidung zu treffen:

Hoch-Kontextuelle als Helfer

Kontextualisierer (hoch-kontextuelle Menschen) werden oft davon angezogen, niedrig-kontextuelle Menschen zu unterstützen.