ADHS

Funktionelle MRT-Studien haben klare Ähnlichkeiten zwischen ADHS und Autismus gefunden. Beide gehen auf Unterschiede in der Signalverarbeitung im Gehirn zurück.
Überschneidungen
- Doppeldiagnosen (Autismus + ADHS) sind häufig.
- Das ist sinnvoll: ADHS konzentriert sich auf Probleme mit der Aufmerksamkeitsregulation und Konzentration.
- Menschen mit ADHS werden durch zusätzliche Reize leichter abgelenkt, während bei Autismus die Kontextverarbeitung selbst weniger integriert ist.
Diagnosepräferenz
In der Praxis zeigt sich, dass die Diagnose „ADHS" manchmal leichter akzeptiert wird als „Autismus".
- ADHS wird häufiger als etwas Vorübergehendes oder Behandelbares gesehen.
- Autismus hingegen klingt schwerwiegender und dauerhafter.
Beide sind jedoch Varianten in der Signalverarbeitung, die sich in manchen Fällen erheblich überschneiden. Die Klassifikation sagt wenig über die einzigartige Person und ihre konkreten Stärken oder Verletzlichkeiten aus.
Hinweis: Dies zeigt erneut die Einschränkung der DSM-Klassifikationen. Das Label, das jemand erhält, kann von Interpretation oder sogar Präferenz abhängen, während die zugrundeliegenden neurokognitiven Mechanismen sich weitgehend überschneiden.