Das Spektrum der Kontextsensitivität

Wie bei einer IQ-Verteilung gibt es auch eine Verteilung in der Kontextsensitivität. Manche sind stark im komplexen Denken, andere schwächer. Die meisten Menschen befinden sich in der breiten Mitte der Gauß-Kurve.

Ein Kontinuum wie IQ

Wie bei einer IQ-Verteilung gibt es auch eine Verteilung in der Kontextsensitivität. Manche sind stark im komplexen Denken, andere schwächer im komplexen Denken. Die meisten Menschen befinden sich in der breiten Mitte der Gauß-Kurve.

Kontextsensitivität in einer Gauß-Kurve
Kontextsensitivität in einer Gaußkurve

Der Baum als Metapher

Kontext ist keine eindimensionale Größe. So wie die Äste eines Baumes in alle Richtungen wachsen, kann auch die Kontextsensitivität je nach Bereich unterschiedlich sein.

Jemand kann beispielsweise in sozialen Situationen sehr kontextuell denken, in organisatorischen Angelegenheiten jedoch eher konkret und linear.

Dies macht Kontextblindheit grundlegend mehrdimensional: Jede Person hat ein einzigartiges Profil aus stärkeren und schwächeren kontextuellen Bereichen. Dieses Profil ist in einem Label oder einem Punkt auf einer Linie nie vollständig erfasst. Siehe auch Das mehrdimensionale Profil.

Denkgrade

Wir unterscheiden drei Ebenen:

Ab dem zweitgradigen Denken sprechen wir von komplexem Denken.

Das Spektrum vom kontextarmen zum kontextreichen Denken
Das Spektrum der Kontextsensitivität: von konkretem, linearem (erstgradigem) Denken links bis zu reichem, geschichtetem (hoch-kontextuellem) Denken rechts.

Komplexes Denken

Komplexes Denken ist die Fähigkeit, mehrere Perspektiven, Zeitschichten und Konsequenzen in die Interpretation einer Situation zu integrieren.

Siehe Lexikon – Komplexes Denken für die vollständige Definition.

Spektrum von niedrig bis hoch

Auf der linken Seite des Spektrums steht Kontextblindheit:

Auf der rechten Seite steht hoch-kontextuelles Denken:

Weiter

Für konkrete Beispiele, siehe Beispiele für kontextarmes Denken und Beispiele für kontextreiches Denken.